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Frühdefibrillation (AED)

Frühdefibrillation (AED)

Der plötzliche Herztod stellt in Deutschland mit geschätzten 100.000 Fällen jährlich die häufigste Todesursache außerhalb von Krankenhäusern dar.

Mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung und dem Einsatz eines Frühdefibrillators könnten bis zu 30 Prozent der Betroffenen gerettet werden.

Bei den meisten vom plötzlichen Herztod betroffenen Patienten liegt zunächst ein Kammerflimmern vor. Die einzige wirksame Behandlung ist die sofortige elektrische Defibrillation.

Hierbei wird mittels großflächiger Elektroden ein Stromstoß durch den Brustkorb des Betroffenen abgegeben, der das „zittern“ der Herzmuskelfasern in einen geregelten Herzschlag überführen soll.
Kommt es zu einem Notfall analysiert der Automatische Externe Defibrillator (AED) kurz „Defi“ genannt, automatisch den Herzrhythmus. Dabei „spricht“ das Gerät mit dem Bediener und gibt die einzelnen Schritte genau und detailliert vor. „Elektroden auf den entblößten Brustkorb des Patienten kleben“ lautet zum Beispiel eine Anweisung. Liegt ein lebensgefährliches Herzrasen vor, fordert das Gerät zur Defibrillation per Tastendruck auf. „Patient nicht berühren – das Gerät wird geladen – Schock wird gegeben – jetzt orange Taste drücken“ so die weiteren Anweisungen.

„Der Ernstfall ist ein Wettlauf mit der Zeit - jede Minute zählt“ so Markus Förster, DRK-Rettungssanitäter und Ausbilder in „Frühdefibrillation".

Durch einen verstärkten Einsatz des Frühdefibrillators durch Ersthelfer können lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen direkt am Notfallort behandelt werden - noch bevor der Rettungsdienst eintrifft.

Hierdurch werden entscheidende Minuten zur Rettung von Menschenleben gewonnen. Joachim Weiß, Gruppenführer der DRK-Wasserwacht, kann dies bestätigen. Bei einem Einsatz der Wasserwacht in Usedom konnte der Früfdefi bei einem echten Notfall erfolgreich eingesetzt werden. „Das Gerät ist durch die anschauliche Anleitung auch für Ersthelfer, die nicht täglich mit Noteinsätzen zu tun haben, leicht zu bedienen“ so Joachim Weiß als Resümee des Einsatzes.

„Wir setzen auf die verstärkte Aus- und Fortbildung von Erst- und Sanitätshelfern in Betrieben, Einkaufszentren, Schwimmbädern – also überall dort, wo in kurzer Zeit viele Menschen versammelt sind“, so Norbert Nerger, DRK- Ausbildungsleiter. Auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter des DRK- Sanitätsdienstes werden auf dem Gerät geschult, so dass der Frühdefi bei der Sanitätsbetreuung von Sport- und Großveranstaltungen zum Einsatz kommen kann.


Dabei ersetzt der so genannte „Frühdefi“ nicht die Erste Hilfe-Schulungen. Der richtige Einsatz in Kombination mit der klassischen Herz-Lungen-Wiederbelebung muss gelernt und trainiert werden. Aus diesem Grund hat das DRK in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen ein spezielles Ausbildungsprogramm entwickelt, um verstärkt die Bevölkerung zu schulen.


Aktuelle Termine und weitere Informationen auf Anfrage.